Für einen materialistischen Feminismus, der NICHT kapitalismus-reduktionstisch ist!

Im SO 36 (Oranienstr. 190, 10999 Berlin, U-Bhf. Kottbusser Tor) findet heute Abend diese Veranstaltung statt:

Do: 07.02.2019
Start: 19:00

Buchvorstellung, Diskussion und feministischer Tresen
mit den Autor*innen und Herausgeber*innen des Buches und TOP B3rlin
Einlass 19 Uhr / Beginn 19:30 Uhr

Wir leben in einer Zeit, in der alle Lebensbereiche vom Kapitalismus durchdrungen sind. Gegen die Zumutungen der kapitalistischen Verwertungslogik wird das eigene Selbst ständig optimiert und individuelle Lösungsstrategien als Freiheit angepriesen. ›Einfache‹ Freiheitsversprechen werden nicht zuletzt auch in Teilen des Feminismus dargeboten und klingen umso vielversprechender, je weniger die kapitalistischen Strukturen hinterfragt werden. Gleichzeitig nehmen gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse zu und es sind nach wie vor Frauen, die einen Großteil der Fürsorge leisten und dadurch von liberalen Freiheitsversprechen ausgeschlossen werden.

Vor diesem Hintergrund argumentieren die Herausgeber*innen und Autor*innen von materializing feminism für einen materialistischen Feminismus und damit einhergehend für eine kritische Auseinandersetzung mit ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen und aktuellen Entwicklungen. materializing feminism macht feministische Ökonomie- und Gesellschaftskritik sichtbar, setzt sich mit ihren Praxen und Gegenstrategien auseinander und lädt zum Weiterdenken ein.

materializing feminism von und mit Bini Adamczak, Lucia Artner, Friederike Beier, Lisa Yashodhara Haller, Lea Haneberg, Fabian Hennig, Gudrun-Axeli Knapp, Verena Letsch, Meret Matthes, Isabell Merkle, Anna Stiede, Juliana Moreira Streva und Andrea Trumann

https://so36.com/do-07.02.2019/materializing-feminism/

Ich werde die Veranstaltung zum Anlaß nehmen, das untenstehende Flugblatt zu verteilen:

Seite 2

Der Text als .pdf-Datei:
http://tap2folge.blogsport.eu/files/2019/02/text-entw_dez_2018_jan_2019.pdf

Für diejenigen, die außerdem noch die Quellen zu den vier Zitaten am Ende wissen möchten:

  • Shulamith Firestone, Frauenbefreiung und sexuelle Revolution, Fischer: Frankfurt am Main, 1975, 17 – Einfügung und Auslassung in eckigen Klammern von mir.
  • Kate Millett, Sexual Politics [ein zirkulierendes Diskussionspapier von 1968]; Retrodigitalisat: https://www.marxists.org/subject/women/authors/millett-kate/sexual-politics.htm.
  • Monique Wittig, One is not born a woman [1981], in: dies., The
    Straight Mind
    , Boston: Beacon Press 1992, 9 – 20 (15); Retro-Digitalisat: http://theoriealspraxis.blogsport.de/andere/monique-wittig-one-is-not-born-a-woman/ (etwas euphemistische deutsche Übersetzung: Wir werden nicht als Frauen geboren, in: Ihrsinn. Eine radikalfeministische Lesbenzeitschrift 27/2003, 8 – 19 (15): „die Kategorie ‚Frau’ [ist] ebenso wie die Kategorie ‚Mann’ politischer und ökonomischer Natur […] und beide [müssen] nicht ewig bestehen […]. Unser Kampf zielt darauf, Männer als Klasse zurückzudrängen, nicht durch Genozid[,] sondern durch politischen Kampf. Wenn wir das Verschwinden der Klasse ‚Mann’ erreicht haben, verschwindet auch die Klasse ‚Frau’: Ohne Herr kein Sklave.“)
  • Interview mit der Roten Zora, in: ID-​​Archiv im IISG/​Amsterdam (Hg.), Die Früchte des Zorns. Texte und Mate­ria­lien zur Geschichte der Revo­lu­tio­nä­ren Zel­len und der Roten Zora, Edi­tion ID-​​Archiv: Ber­lin, 1993, S. 598 – 605 (602); Retro-Digitalisat: http://theoriealspraxis.blogsport.de/2010/07/20/doku-serie-revolutionaerer-feminismus-teil-ii/.

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2 Kommentare zu Für einen materialistischen Feminismus, der NICHT kapitalismus-reduktionstisch ist!

  1. Die Gruppe Revolutionäre Perspektive Berlin hat auch etwas zum Frauen*streik geschrieben:

    https://perspektive.nostate.net/files/feminismus_2019_frauenstreik.pdf

    und

    führt am kommenden Dienstag (12.02.2019) diese Veranstaltung durch:

    https://perspektive.nostate.net/709

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